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3 Vorsicht Kängurus !












Verkehrsschilder, die es nur in Australien gibt: Hier in der Einfahrt zu Rockhampton werden die Autofahrer vor überquerenden Kängurus gewarnt.


Wir befinden uns auf einem Landausflug, um von diesem Riesenland wenigstens einen kleinen Teil sehen zu können. Die Eldorado liegt sicher in der Marina von Bundaberg. So schlendern wir durch Woodgate, ein kleiner Ort in Queensland an der Ostküste Australiens, weil hier die Kängurus hier bis zu den Häusern kommen sollen. Gegen Ende des Nachmittags sollen sie auf den nahegelegenen Wiesen weiden. Natürlich sind wir gespannt, schliesslich haben wir noch nie Kängurus in Freiheit gesehen. «Da drüben, schau», ruft da aber Lotti plötzlich aufgeregt, eine ganze Herde ist da. Und wirklich, da sehe ich sie auch. Ich bin verblüfft, wie sie da auf der Wiese versammelt sind, wirklich zwischen den Häusern. Etwa 20 der wunderlichen Tiere sind hier, sie grasen friedlich. Als wir näher kommen, heben sie den Kopf und schauen uns verwundert an, lassen sich aber nicht allzu gross stören. Hier sind sie offenbar bereits an Menschen gewöhnt. Erst als ich einem Tier zu nahe komme, steht es auf, stützt sich auf seinen Schwanz ab und hopst auf seinen zwei langen Hinterbeinen davon. Unwillkürlich kommen mir die ähnlichen, allerdings weit grösseren Tiere im Film Jurrasic Park in den Sinn, sie heissen dort Raptors. Aber die Sprungbewegungen sind die gleichen, offenbar hat Steven Spielberg die Kängurus in Australien studiert.

Wir sind mit dem Auto unterwegs, zusammen mit dem Texaner Louis und seiner Frau Sharon vom amerikanischen Segelschiff Tin Can. So können wir die eher teuren Automietpreise halbieren. Und uns erst noch im Englischsprechen üben, denn selbstverständlich verstehen die Amerikaner kein Deutsch.

Und Ludwig berichtet über eine ganz neue Autoerfahrung: «Beim herrschenden Linksverkehr ist zunächst alles ein bisschen ungewohnt. Über Land geht’s ja noch, aber in den Städten muss man ganz schön aufpassen, immer die richtige Seite zu erwischen, besonders bei Abzweigungen und im Kreisel.»

Übernachtet haben wir meist in Cabins. Das sind kleine Häuschen oder feste Wohnwagen, die man in Australien auf Campingplätzen findet. Das ist unkompliziert und preisgünstig: Küche, Eisschrank und oft auch Air Condition inbegriffen.

Dass Australien ein Riesenland ist, hört man immer wieder. Aber das Selber-Erleben ist doch etwas ganz anders. Wir sind ja bloss eine Woche unterwegs gewesen und haben eine ‚kleine‘ Rundreise von 2'500 km gefahren. Auf der Landkarte ist das bloss ein kleiner Strich. Als Mitteleuropäer glaubt man einfach nicht, dass es so grosse Flächen mit nichts darauf gibt. Keine Häuser, fast keine Tiere, nichts, einfach nichts. Nur eine Strasse, die geradeaus ins Nirgendwo führt.

Der Verkehr ist nicht allzu stark, nur Lastwagen sieht man öfters. Und auch ganz Grosse, wie es bei uns nicht gibt. Road Train heissen diese Ungetüme, die nicht selten zwei oder drei Anhänger ziehen. Und der ganze Zug schaukelt ganz schön hin und her, bei Tempi bis zu 130 km/h. Wenn ein solcher Strassen-Zug am Horizont auftaucht, und uns entgegen donnert, so heisst das für uns runter von der Strasse und Platz machen. Mindestens zwei Räder kommen dann auf den unbefestigten Randstreifen und produzieren eine grosse Staubwolke. Das stört aber niemanden, man ist sowieso meist allein auf der Strasse...

Hie und da sieht man an der Hauptstrasse einen Briefkasten und eine Strasse, die abzweigt. Aber ein Haus dazu sieht man ebenfalls nicht, es ist zu weit weg! Um dann seinen Briefkasten zu leeren, fährt der Farmer oft mit dem Jeep. Oder er reitet mit dem Ross.

Viele Landteile werden hier als Shire bezeichnet, was soviel wie Grafschaft oder Gebiet heisst, also etwa vergleichbar mit dem Knonaueramt, dem Glatttal oder dem Schwarzwald. Und das Gebiet, wo wir gerade durchfahren, der Bauhina Shire, ist fast so gross wie Belgien! Unglaublich. Und es hat bloss zwei grössere Dörfer da, Springsure und Rollestone. Städte zu den paar Häusern zu sagen, wäre doch stark übertrieben. Und im ganzen Shire wohnen bloss etwa 2‘600 Leute! So etwas kann man sich ganz einfach nicht vorstellen. In Springsure haben sie einen Felsen, den sie stolz Virgin Rock, also Jungfrau nennen. Der Felsen hier in Queensland ist aber nicht mal so gross wie der Schartenfels in Baden bei uns in der Schweiz.


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